masterplan flughafen leipzig-halle
renault traffic design award
Nur mit diesem Ansatz steht in Aussicht, dass der Flughafen
Leipzig-Halle in seiner künftigen Gesamtgestalt über die Auto-
bahn und Hochgeschwindigkeits-Bahnlinie hinweg zu einem unver-
wechselbaren Zeichen wird, dass über seine unabdingbaren
funktionalen Notwendigkeiten hinaus eine Landeskulturelle
Dimension gewinnt.

Aus der Preisgerichtsempfehlung,
des offenen Wettbewerbes 1994


Ausgangssituation:

Zu Beginn der Planung, lag der Bestand des Flughafen Leipzig- Halle
südlich der ost - west verlaufenden Autobahn A14 mit einer 2,5 Kilo-
meter langen Start- und Landebahn, einem Terminal (A) aus der Zeit
vor der Wiederverei-nigung, einem im Bau befindlichen Terminal (B)
sowie der Alte Tower.
Bereits in Planung (und inzwischen in Betrieb) war eine neue zusätz-
liche 3,5 Kilometer lange Start- undLandebahn nördlich der A14 mit
einem weiteren Terminal und einem Neuen Tower.Parallel der Autobahn
liegt südlich die neu geplante ICE -Strecke Dresden, Leipzig, Halle,
Erfurt, mit Haltepunktam Flughafen.


Leitgedanken des Entwurfs

Die Lage eines Flughafens beidseitig von Autobahn und ICE- Strecke wird nicht
als Nachteil, sondern als Chance begriffen, um mit einem alles überreifenden
Nord - Süd verlaufendenbrückenartigen Zentralgebäude,alle Verkehrsträger
miteinander verknüpfen.
Funktionaler Inhalt:
6-geschossige Parkhaus auf der Westseite,
Fußgänger- Mall nach Osten orientierte, westseitig durchgehend Ladeneinricht-
ungen und mit regelmäßig angeordneten Erschließungskernen an das Parkhaus an-
gebunden, als Verbindungselement zur Zentralen Check- In Halle, mit direkter
Anbindung, über die zwischen Bahnebene und Brückengebäude liegender Vorfahrts-
ebene, zum ICE Bahnhof.

Masterplan

Quer zum Zentralgebäude und parallel zu den großen Verkehrsträgern wird im
Süd-bereich des Flughafens eine west - östlich ausgerichtete Bandstruktur
für die flughafentechnischen Betriebe entwickelt, gestaffelt in parallele
Zonen: Verwaltung und Dienstleistungen, technische Bereiche(mit z.B. BHKW /
Elt.Station, Catering), sowie vorfeldbezogene Einrichtungen einschließlich
Gepäckhalle und Wartungshallen. Die Dienstleistungsgebäude, die in einer
Linie den Abschluss des südlichen Zentralbereichs nach Norden bilden, sind
auf einergroßen Länge unterbrochen, um das Zentralgebäude seiner Bedeutung
entsprechend freizustellen. Der östliche Teil der Bandstruktur beinhaltet
private, flughafen bezogene Nutzungen einschließlich Hotel, der westliche
die flughafentechnischen Betriebe und Flughafenverwaltung.